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Glasbläserlampe

Die Arbeit mit der Glasbläserlampe

Die Technik des Glasblasens vor der Lampe wurde schon ca. im 1. Jahrhundert vor Christus entwickelt. Der Name „Lampe“ kommt von der ursprünglichen Fertigungstechnik vor einer Öllampe, die für eine heiße Flamme durch einen Blasebalg mit Luft versorgt wurde.

Arbeit vor der Glasbläserlampe

Der Glaskünstler Rainer Schrade bei der Arbeit vor der Glasbläserlampe

Heute ist von der ursprünglichen Öllampe nur noch der Name „Lampe“ in unserem Wortgebrauch, da natürlich statt der Öllampe mittlerweile ein Gasbrenner verwendet wird, der durch Sauerstoffzuführung wesentlich höhere Temperaturen von bis zu ca. 1200 Grad Celsius erreicht. Durch höhere Maximaltemperaturen und die feine Einstellmöglichkeit der Temperatur an sich kann der Künstler präzise arbeiten und  seine Erfahrungswerte einsetzen.

Als Material beim Glasblasen dienen Glasrohre und Stangen, die dann bei den hohen Temperaturen geformt und miteinander verschmolzen werden. Bei der Schmuckproduktion kommen anders wie bei der Hohlglas Produktion (z.B. Weihnachtskugeln) keine Rohre sondern nur die unterschiedlich farbigen Glasstäbe zur Anwendung.

Der Künstler hat beim Arbeiten vor der Glasbläserlampe viele Möglichkeiten und kann mit unterschiedlichen Materialien (z.B. Edelmetallen oder Metallsalzen) in Kombination mit Glas anspruchsvolle Unikate fertigen. Die Schönheit der einzelnen Unikate hängt dabei maßgebend von dem Erfahrungsschatz und dem handwerklichen Geschick des Künstlers ab.

Schmuck wird vor der Glasbläserlampe frei geformt

Schmuck wird vor der Glasbläserlampe vom Künstler frei aus farbigen Glasstäben und z.B. Blattsilber geformt

Bei der Produktion der Artikel bei Glas-Handwerk, welche vor der Glasbläserlampe gefertigt sind, wird meist Echtsilber mit in das Glas eingearbeitet. Die Kombination von Silber und Glas weist dann bei unterschiedlichem Lichteinfall viele verschiede sehr schöne Farben und Strukturen auf.

Alle Glasstücke, die vor der Glasbläserlampe geformt wurden, werden anschließend in einem Ofen sehr langsam abgekühlt um ihre Stabilität zu erreichen. Ein fachgemäß temperiertes Glas hat keine inneren Spannungen mehr und zerbricht daher nicht sofort, wenn es mal aus der Hand fällt. Da es sich bei den Schmuckstücken um massives Glas handelt, sind diese von sich aus schon sehr viel stabiler als ein hohles Glasobjekt (wie z.B. ein Sektglas) jemals sein kann.

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