Wie war das nochmal mit den Unikaten ?Ausgerechnet Massenware in den Schaufenstern teurer Juweliere wird heutzutage mit Prädikaten wie 'Individualität', 'Exklusivität' und 'Einzigartigkeit' beworben.
Lediglich die Naivität der Käuferscheint scheint hierbei exclusiv zu sein, denn die Artikel der großen Schmuckhersteller sind natürlich größtenteils keineUnikate, sondern Massenware, die weltweit identisch in hunderten von Geschäften angeboten wird.
Guss, automatisierte Fertigung mit modernen, computergesteuerten Fräsen und Drehbänken oder Montage von vorgefertigten Einzelteilen ermöglichen eine Schmuckherstellung in Massenfertigung.
Lediglich die Tatsache, dass einzelne Arbeitsgänge, wie das Fassen von Edelsteinen oder das Weiten der Ringgrößen, von Hand erledigt werden müssen rechtfertigen bisweilen den "Unikat"anspruch von Massenschmuck.
Im Kunsthandwerk und in der Kunst jedoch sind fast alle von Menschen erstellten Anfertigungen einzigartig. Alleine durch kleine Beeinflussungen in der Technik, die der Mensch nicht im selben Maß gleichförmig ausführen kann wie beispielsweise eine Maschine entsteht oft schon eine Einzigartigkeit . Der Begriff Unikat betont gegenüber einer Massenware die Besonderheit und den gesteigerten Wert des Einzelnen, das durch Kunstfertigkeit oder Zufall entsteht.
Dies gilt natürlich auch für den wunderbaren und anspruchsvollen Werkstoff Glas. Die Arbeiten unserer Hersteller sind größtenteils frei geformt, also ohne vorgefertigte Formen angefertigt. Deshalb gibt es bei jedem Schmuckstück Abweichungen in Form und im Dekor. Die Struktur und das Aussehen des verwendeten Blattsilbers, Blattgoldes oder des dichromatischen Glases kann unmöglich ein zweites Mal exakt repliziert werden. So sind auch die Schmuckserien in sich immer unterschiedlich und wirkliche Unikate.

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