Was bedeutet Blattsilber und Aventurin in Glasschmuck

Blattsilber und Blattgold

Die Herstellung von echtem Blattgold hat eine überraschend reiche Vergangenheit. Die ältesten Überlieferungen stammen aus Indien. Von dort gelangte die Kunst über die Kulturvölker Südostasiens in die westliche Welt. Im alten Rom gab es sogar schon besondere Innungen der Goldschläger. In der Theophiliushandschrift aus dem 12. Jahrhundert sind die Grundlagen der Herstellung beschrieben, die bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts galten. Um 1400 traten in Deutschland Goldschläger als selbständige Handwerker auf. Später enstanden Goldschlägereien in Wien, Paris, London, Birmingham und auch in Nordamerika. Das ausländische Blattgold konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Mit der Zeit konzentrierte sich die Blattgoldherstellung auf die Städte Nürnberg, Fürth und Schwabach.

Blattgold im Heft

In der modernen Blattgold, bzw. Blattsilberherstellung hat sich seit dem Mittelalter zwar viel verändert, das Grundprinzip jedoch ist gleich geblieben. Die physikalischen Gesetze lassen sich nicht überlisten, und die besondere Dehnbarkeit des Goldes/Silbers ist nur unter Einhaltung bestimmter Regeln zu erreichen. Die alten Rezepturen für die verschiedenen Legierungen sind gut gehütete Geheimnisse. Die Legierungsbestandteile sind hauptsächlich Silber, Kupfer, Palladium und Platin.

 

Auf einer elektronischen Waage wird bis auf vier Stellen genau ausgewogen. Nur so ist gewährleistet, daß immer das gleiche Produkt hergestellt wird und der Vergolder zu jeder Zeit den gleichen Farbton erhält. Bei über 1200° C werden die Zutaten verflüssigt und danach zu einer 4 cm breiten Stange gegossen. In mehreren Vorgängen wird zwischen Präzisionswalzwerken eine Goldfolie von 0,007 mm hergestellt. Dieses Folienband wird maschinell in gleichmäßige Quadrate geschnitten und zwischen Trennblätter gelegt.

 

Nach dem ersten Schlagvorgang ist die Folie schon dünner als 1µ. Sie wird nun wieder in Quadrate geteilt und in eine Goldschlägerform mit 2000 Blättern aus hochwertigem Kunststoff gelegt, die vollautomatisch mit einem Gleitmittel versehen werden. In der Goldschlägerform dehnt sich das Goldblatt von 16 cm2 auf 196 cm2.  Die Schlagautomaten arbeiten je nach Ausdehnungs-zustand mit anderen Schlagmustern.

Goldfluss –Aventuringlas – Goldstein

Diese drei Begriffe bezeichnen ein und dasselbe Material, nämlich ein künstliches Glas. Dieses Glas wird hergestellt, indem man es mit Kupfer und Kupferoxid mit Hilfe einer Flamme mischt, die dem Kupfer Elektronen entzieht. So verhindert man, dass der Sauerstoff des Kupferoxids mit dem Silizium chemisch reagiert, was zur Bildung eines blaugrünen Glases führen würde. Da aber die Elektronen fehlen kommt es zu einer Ansammlung von Molekülen und Atomen, die sich nicht mehr frei bewegen, sondern eine feste Struktur einnehmen. Solche Gebilde bezeichnet man, wenn sie entsprechend groß ausgefallen sind, als Kristalle. Aber so groß fallen diese Gebilde beim Goldfluss nicht aus. Ist der Prozess abgeschlossen, können die entstandenen Gebilde poliert, geschliffen oder in Formen gegossen werden.

Man verwendet sie häufig wie Halbedelsteinen in Modeschmuck.

Aventuringlas als Krösel und als Stab

Man sagt ihnen im Bereich der Esoterik heilende Wirkungen nach. So soll Goldstein, wenn er am Körper getragen wird, gegen Essstörungen wirken und zur Gewichtsregulierung beitragen. Aventuringlas soll auch dazu beitragen sich selbst zu akzeptieren und das Immunsystem stärken. Den Abbau von Stress soll Goldfluss ebenfalls unterstützen. Dieses synthetische Glas ersetzt öfters das natürliche Aventurin, das als Aventurin-Quarz oder Aventurin-Feldspat in der Natur vorkommt. Am häufigsten hat Goldfluss ein rötlich-braunes Aussehen, das auf die eingelagerten Kupferkristalle zurückzuführen ist. Abwandlungen des Goldflusses mit farbigem Glas in den Farben Blau bis Violett und manchmal auch Grün, gelangen als Blaufluss oder Grünfluss in den Handel. Es muss aber betont werden, dass Goldstein, trotz dieser Bezeichnung kein Mineral ist, weil es in der Natur nicht vorkommt. Nach den üblichen wissenschaftlichen Beschreibungen sind Minerale feste Körper, deren Zusammensetzung genau untersucht worden sind und deren chemischen Bestandteile somit eindeutig bestimmt sind. Hinzu kommt noch dass die Physik definiert hat, wann ein fester Körper vorliegt. In der Physik unterscheidet man den festen Zustand, den flüssigen Zustand und den gasförmigen Zustand.

Entdeckung des Goldflusses

Die Familie Miotto aus Venedig entdeckte im 17. Jahrhundert, wie man den Goldstein herstellt und ließ sich vom Dogen von Venedig das Exklusivrecht – heute würde man es wohl Patentrecht nennen - zur Herstellung verleihen. Andere Quellen ordnen die Entdeckung allerdings einem unbenannten Mönchsorden zu. Viele Jahre lang lag das Zentrum der Herstellung des Goldsteins auf Murano bei Venedig, bis der Herstellungsprozess von Max von Pettenkofer im 19. Jahrhundert wieder entdeckt worden ist und seitdem auch von bayrischen und böhmischen Glashütten angewandt wird.

Verwendung des Goldsteins bei der Herstellung von Schmuckwaren

Die Firma Galerie Glaswerk in Germersheim/Pfalz setzt bei der Herstellung Glasschmuck und Modeschmuck Goldstein ein. Dabei wird noch vieles in Handarbeit hergestellt. Es wird darauf geachtet, dass nicht nur bei der Herstellung des Glas- und Modeschmucks Material von deutschen Vorlieferanten eingesetzt wird, sondern dass dieses in Deutschland hergestellt wurde und nicht aus Importware, die ggf. durch Kinderarbeit entstanden ist. Um diesem hohen Anspruch des Herstellers gerecht zu werden, führt der Glas-Handwerk-Shop als Fachhändler nur Glasschmuck und Glaskunst aus deutscher Produktion. Im Sortiment findet man keine Importware, Fabrikware oder Massenware, sondern nur exquisite Handwerker-Produkte bei denen Goldfluss verwendet wurde, um dem Gegenständen einen besonderen Glanz zu verleihen. Gold hat die Menschen schon immer angezogen und fasziniert. Aventuringlas verleiht Glasschmuck das Aussehen besonders wertvoller Gegenstände.

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