Experimente und DesignMagdalena Maihoefer ist eine mit Staatspreisen und Internationalen Preisen ausgezeichnete Künstlerin, die ihre Arbeiten bis jetzt in zahlreichen Ausstellungen weltweit gezeigt hat. Die Vita der ausgebildeten Glasmalerin verzeichnet Studienaufenthalte in den USA und in Italien. Sie war tätig als Dozentin für Glasdesign an der FH-Coburg. Für die Firma FIAM Italia entwarf und gestatete Sie aufwendige Glaskunst Objekte mit viel Liebe zum Detail.

Heute Lebt und arbeitet Sie in Deutschland. Aus dem Werkstoff Glas und Draht formt Sie mit Witz und Sensibilität zerbrechlich wirkende poetische Unikate. Ihre Objekte, die in der Presse oft als "kleine optische Sensationen" beschreibt, entziehen sich manchmal der praktischen Nutzung - sie wollen allein ein Fest für das Auge sein.



Zitat:
"Mit meinen Arbeiten will ich die Eigenschaft des Glases, seine Fragilität, visuell steigern. Dabei steht für mich nicht die Nutzung im Vordergrund. Das experimentelle Erfahren hat Priorität. Ich stelle Glas so aufwendig und kompliziert wie möglich her, definiere mich jedoch nicht über Glas"
Die unerträgliche Leichtigkeit von Glas
In Magdalena Maihoefers nutzlos nützlichen Dingen wie "Hausgeister", der Vase ohne Boden und dem "Reise Glasobjekt" begegnet eine Dimension des Lebens, die um ein Weniges leichter erscheint als gewohnt.
Hausgeister, die "positive Energien aus den Galaxien ins Haus transferieren" sind dem Konsumenten von heute eine willkommene Ergänzung zu Kranken-, Unfall- und Gegen-alles.und-nichts-Versicherungen. Eine "Vase ohne Boden" ist nun mal leichter als eine mit- die nicht notwendiger-aber möglicherweise auch noch gefüllt ist. Außerdem leuchtet sie von innen. Ein " Reise Glasobjekt" dagegen entpuppt sich verdächtig genial als eine mit Draht verschmolzene Ansammlung von Glasstücken, die auch recht praktisch in die Form einer Schale gebracht werden kann. So weit die Theorie.
Bei der lässt es Maihoefer keinesfalls bewenden.In ihrer fundierten Ausbildung als Glasmalerin und ihre jahrelangen Experimente gehören ganz dem Werk, dem Einzelstück, das inzwischen in allen Teilen der Welt sein zuhause findet. Wenn es überhaupt gelingt diese Leichtigkeit, diesen Charme, soll das Ergebnis haben. "Gelingen" bedeutet Maihoefers augenscheinlich nicht das in dich abgeschlossene ästhetisch und handwerklich zu Ende gekommene Objekt. Den damit verbundenen Maßstäben tritt die Künstlerin ungeschützt provokant entgegen. Wer sich von ihrem Werk angeregt fühlt, wem dieses Werk das Material Glas von einer ungewohnten neuen Seite zeigt, der hat das Gelingen schon bei sich erfahren. Ohne Wenn und Aber plädiert Maihoefer für die Kunst, nicht die Glaskunst:"Glaskunst hört sich an wie: Ich will auch Kunst sein - Ihr seht es mir nur nicht an, ich bin eben nur ein Stiefkind der Kunst". Sammler mögen darüber anders denken . Sie brauchen Handfesteres und mit einem Augenzwinkern ist ihnen nicht geholfen. Und es gilt: Zwischen dem bloßen Experiment und der Kunstlosigkeit der Kunst liegt manchmal ein Hauch von Nichts, immer aber die volle Bandbreite möglicher Wertschätzung. Doch lassen wir noch einmal die Künstlerin zu Wort kommen: "Viele Künstler sind gezwungen viel zu produzieren um ihren Lebensstandard halten zu können. Also reproduzieren sie sich bis zur völligen Übersättigung, einerseits weil es sich bewährt hat, anderseits weil sie sich einen wahrhaft "künstlichen" Wiedererkennungswert erarbeiten wollen. Und so schließt sich der Kreis, einer behindert den anderen. "Die vielbeschworene Freiheit der Kunst- hier erscheint sie wirklich und notwendig.
Der Stoff aus dem sie fantasievollen Objekte sind, ist der gelernten Glasmalerin seit ihrer Ausbildung bestens vertraut. Auf den Weg zu ihrer heutigen Kunst bringt Sie Ende der 80er Jahre ein kleiner bunter Flakon aus mehr oder weniger durchsichtigem Glas. "Erst wollte ich ihn bemalen". Dann dachte ich "Warum eigentlich"? Glas ist von sich aus schön genug. Inspiriert von dem zauberhaften Gefäß, will sie eigene Glastechniken entwickeln. Die Autodidaktin kauft sich einen Brennofen und mixt das fragile Material mit den unterschiedlichsten Zutaten. Darunter Blumen , Mehl und Papier. 1990 präsentiert sie ihre originell geformten Arbeiten auf einem Glassymposium - mit Erfolg. Seitdem unterhält die Künstlerin Kontakte zu Galeristen und Stammkunden. Die Bandbreite der Objekte reicht von dekorativen Serviettenringen bis zu großen Vasen Skulpturen.
In einer schlichten Glasvitrine stehen die Schmuckstücke nebeneinander: Jedes Objekt hat die runde Form einer flachen Schale. Raffinierte Details beeindrucken gleich auf den ersten Blick: Klar konzipierte Öffnungen in der Glasflasche lassen den Betrachter erst einmal stutzen: "Moment ist da etwa ein Loch ?" Also profane "Löcher" würde es die Künstlerin nicht bezeichnen. Sie setzt die Durchbrüche gekonnt zur Gestaltung ein. Bei der von ihr selbst entwickelten "Linzer Technik" zum Beispiel, benannt nach der gleichnamigen Torte - entstehen durch die Überlagerung von streifen artigen Glaspartikeln quadratische Öffnungen in der Glasfläche.
Umsetzungsdrang als MotivationIhre Zahlreiche Ideen weiß die lebendige junge Frau geschickt in die Tat umzusetzen. Auf ihr Konto gehen zahlreiche Erfindungen im Glasverarbeitungsbereich. Auf diesem Gebiet zeichnet sie sich als Einzelgängerin aus: Was ihr in den Sinn kommt probiert Sie sofort aus. Auch wenn der erste Versuch - zb. Sandkörner in Glas einzuschließen - misslungen ist: Scherben bringen Glück sagt Sie sich und versucht ihre Idee auf eine andere Art umzusetzen. Mittlerweile staunen Kollegen darüber, wie es ihr gelungen ist, die Körner in der Glasmasse zu verewigen. Das Know-How für die Technik bleibt ihr Geheimnis.
Ganz offen erzählt Sie jedoch ihre Arbeitsweise: Am Anfang steht der künstlerische Entwurf auf einem Stück Papier. Er ist die Vorlage für die Glasgestaltung. Nach ihm wird das Glas geschnitten, gebohrt, gefräst und auf einer Platte geordnet. Im Ofen bei 850 Grad verbinden sich die einzelnen Fragmente. Danach - die ganze Form ist noch gut warm - formt Magdalena Maihoefer die Glasfläche mit ihren Händen zu einer Schale. Schneiden und Verbrennen der Haut liegt an der Tagesordnung, weiß sie aus Erfahrung.
Farbe lässt Glas lebenFür Ihre Objekte benutzt Sie nicht nur transparentes Material; farbiges Glas gibt ihren Arbeiten erst den richtigen Pfiff: Mit Emaillefarben setzt Sie sich nach dem verschmelzen freche Akzente. Zack - und ihr Pinsel huscht nochmal über über die Fläche und hinterlässt einen knallroten Tupfen.
Spontanität und Leichtigkeit in eine Arbeit hineinzubringen ist der gelernten Hohlglasmalerin sehr wichtig. Doch dürfte das kaum schwerfallen, entsprechend dieser beiden Eigenschaften doch ihrem agilen Naturell."Glas soll nicht nur visuell Ansprechen" formuliert Sie ihre Ansprüche für das Endprodukt. Es soll nicht nur Zierde sein, sondern auch einen Zweck erfüllen und vor allem eine starke Aussagekraft besitzen.
Ihre Arbeiten sind alles Einzelstücke. Jede Glasvase trägt ihre Signet. Wer in Japan, New York oder Paris oder sonst wo einer Kunstausstellung betritt, bei der Arbeiten hochkarätiger Künstler und Kunsthandwerker aus der ganzen Welt vertreten sind, wird unwillkürlich auch auf eine Glasschale von Magdalena Maihoefer stoßen. Sie gilt mittlerweile mit ihren außergewöhnlichen Objekten als eine der begehrenswertesten Glaskünstlerinnen.
Phantasie, Schöpfung oder Wahnsinn ?
So bodenständig wie diese künstlerische Gestaltungsart klingt, ist auch der schlichte Bearbeitungsprozess. Magdalena Maihoefer bewegt sich zwischen Handfertigkeit - erlernt in einer Welzheimer Glaswerkstätte und schöpferischer Phantasie, zwischen Technik und Kunst. Früher vor ca. 20 Jahren hat sie auch zu Malen angefangen. Ausstellungen verliefen erfolglos. Heute, als gefragte Glaskünstlerin gehen auch die gemalten Maihoefers weg. "Das für Glasarbeiten ein Kunstmarkt existiert wusste ich nicht" gesteht sie heute. Sonst hätte sie wohl eher von expressionistischer Malerei in Acryl und Mischtechniken zur Glasarbeit gewechselt. Den ersten Erfolg hatte die Künstlerin1988 bei einem Symposiumin Bärnbach in Östereich bei Oberglas 1988. Dort waren Glasarbeiten ausgestellt und die gefielen dem bekannten Wiener Galeristen Klute. Er zeigte einige Werke in der österreichischen Hauptstadt.
Derzeit bereisen ihre Kreationen und Einzelstücke in limitierter Anzahl fast den gesamten Erdball: Frankfurt, Hannover, Essen, Utrecht in den Niederlanden, dann Paris, Monte Carlo, zur International Exhibition of Glass Kanazawa", Tokio und New York. Dabei fliegt sie selbst gar nicht so gerne und würde am liebsten eine Freundin mit den Arbeiten in die USA schicken. Die ausgebildete Glasmalerin reist als Repräsentantin der Bundesrepublik zu internationalen Schauen. Auch Museen haben schon Arbeiten von Magdalena Maihoefer erworben.
Magdalena Maihoefer ist als Dozentin für Glasmalerei tätig.
Ausstellungen: (Auszug)
Auszeichnungen I Preise
Glasschmelzkurse sind für alle geeignet, die Freude am kreativen Gestalten haben, unabhängig davon ob sie Anfänger oder Fortgeschrittene Kenntnisse besitzen. Sie lernen die Grundkenntnisse wie z.B. Glasschneiden, kröseln, fräsen. Erleben Sie wie sich Glas verformt und Sie nach der Glasschmelze ihr Kunsthandwerk gefertigt haben. Das Glas wird von der Dozentin im Glasschmelzofen geschmolzen und im Brennofen gebrannt."Der Abholzeitraum" der gefertigten Stücke wird im Kurs besprochen. Individuelle Kunstwerke aus Glas entstehen und können liebevoll zu Schmuckstücken kombiniert werden. Farblich können fast alle Wünsche realisiert werden, die Farbpaletten von Glas sind umfangreich und bieten kaum grenzen. Formen Größe und Motive laden zum Spielen ein. Kaum ein anderes Material bietet so unerschöpfliche Möglichkeiten wie geschmolzenes Glas. Mitzubringen sind: Küchentuch, Bleistift, Papier.
Dozentin an der FH Coburg
Designerin für Fiam-Italia u. Probell-Deutschland
Gutachterin für Glasskulpturen
Repräsentantin für Deutschland/KHW in: USA, Frankreich,
Arabische Emirate, Japan

Magdalena Maihöfer hat Know How bis zur Perfektion entwickelt. Zunächst als Glasmalerin ausgebildet, hat sie sich sehr schnell dem Glas als eigenständigem Medium zugewandt und sich in vielen Versuchen mit den spezifischen Eigenschaften des Materials vertraut gemacht. Ihr Ideenreichtum und ihr technisches Geschick hat sie dabei neue Techniken entwickeln lassen. Sie war Dozentin für Glasmalerei in Schwäbisch Gmünd und Dozentin für Glasgestaltung in Siena. Sollten nun alle Ausstellungen und Messen aufgezählt werden, wo ihre Arbeiten zu sehen waren, müßten einige Minuten lang unzählige Orte rund um den Erdball genannt werden. Einige wichtige sind: Berlin, Frankfurt, München, Wien, Tokio, New York, Luxemburg, Paris und... Insgesamt hat sie in mehr als 100 Gruppen- und Einzel-Ausstellungen ihre Schaffen vorgestellt und immer wieder bedeutende Preise erringen können: u.a. den Staatspreis Baden-Württemberg, den Staatspreis des Landes Hessen (der höchste europäische Auszeichnung!) und den International Glasprice of Kanazawa in Japan. Dies mag den weltweit bedeutenden Rang der Künstlerin - oder Glastherapeutin, wie sich selbst nennt - deutlich machen! Diese Wertschätzung hat ihr nun die Einladung eingebracht, bei dem Mariposa-Projekt mitzuwirken: auf Teneriffa wurde ein Projekt nach einer Idee des Stuttgarter Galeristen-Ehepaares HansJürgen und Helga Müller unter Mitwirkung von ihnen gezielt ausgewählter Künstler eine alternatives Ferienziel errichtet. So soll im Inselinnern eine Begegnungsstätte für Wissenschaftler und Manager, Querdenker und Künstler entstehen, die durch Diskussion und Gedankenaustausch an diesem von Künstlern gestalteten Ort neue humane Ansätze für ihr Arbeiten und ihr Wirken finden sollen.
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